Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ist Anderssein gefährlich – lebensgefährlich. Und Josef ist anders als andere Kinder. Geräusche und Stimmen füllen seinen Kopf mit Farben, kleinste Veränderungen in seinem Alltag verunsichern ihn; erst mit sieben Jahren spricht er sein erstes Wort.
Josef und seine Mutter Martha führen ein karges Bauernleben in einem entlegenen Dorf am deutschen Bodenseeufer, am Rande der Dorfgemeinschaft. Mit Marthas Hilfe gelingt es Josef, zurechtzukommen. Als er endlich zur Schule gehen darf, scheint sich sein sehnlichster Wunsch zu erfüllen: Dazugehören. Unter der fördernden Obhut des Lehrers entfaltet er seine besonderen Begabungen.
Über die Jahre sickert das Gift der NS-Propaganda in die Köpfe der Menschen ein: In den Augen der Dörfler wandelt sich Josef vom harmlosen Sonderling zum gefährlichen Irren.Nach und nach verschwinden seine wenigen Vertrauten, Hass und Feindseligkeiten schlagen allzu oft um in Gewalt, und selbst Martha kann ihn bald nicht mehr schützen. Dabei wünscht sich Josef nur ein ruhiges Leben, an einem Ort, an dem er sein darf, wie er ist.
Einfühlsam und poetisch erzählt Sabine Eschbach von der Farbenpracht einer ganz besonderen Weltwahrnehmung, aber auch von der Gefahr des Andersseins.
Sabine Eschbach wuchs am Bodensee auf und lebt mit ihrer Familie im Schwarzwald. „Seerauchen“ stand auf der Shortlist für den Anna-Haag-Preis 2025.
Aktuell ist Frau Eschbach für ihr vielbeachtetes Debüt mit dem „Jahres-Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg 2026“ ausgezeichnet worden. Aus der Begründung der Jury (Zitat): „Ein kunstvoll erzählter Text, der die existenzielle Bedrohung des Andersseins zur Zeit des Nationalsozialismus aus einer Perspektive thematisiert, aus der diese Art von Geschichte bislang eher selten zu lesen war“.
Fesselnd, verspielt, philosophisch – dieser Roman hat alles.
Ein Sommer in New York, der alles verändert.
Ein Sohn auf der Suche nach seiner Herkunft.
Und die große Frage: Was macht uns zu dem, was wir sind?
„Real Americans ist ein großer amerikanischer Roman über Herkunft, Identität, Streben nach Zugehörigkeit und den alles überschattenden Wunsch, dass es der nächsten Generation besser gehen soll. Klug, tief berührend und mit seltener stilistischer Kraft – dieses Buch kann man nicht mehr aus der ...
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